Bed­burg-Hau nur zeit­wei­se gleich­wer­tig

VON FRITZ HOLT­MANN

Vol­ley­ball-Ver­bands­li­ga: Die Sechs um Spie­ler­trai­ner To­bi­as Mo­er­kerk kas­sier­te die zwei­te Nie­der­la­ge.
ART Düs­sel­dorf II - SV Bed­burg-Hau 3:1 (23:25, 25:19, 25:14, 25:20)

„Das sah bei uns ganz gut aus“, stell­te Haus Dia­go­nal­an­grei­fer Ste­phan Rein­ders zur Spiel­wei­se der Sechs von Spie­ler­trai­ner To­bi­as Mo­er­kerk im Auf­takt­durch­gang der Par­tie in Düs­sel­dorf fest. Das Mo­er­kerk-Team zeig­te sich ge­gen­über der Heim­nie­der­la­ge am Spiel­tag zu­vor ge­gen Li­ga­pri­mus KT 43 Köln deut­lich ver­bes­sert.

Haus Auf­schlä­ge ka­men druck­vol­ler. Der Block war prä­sen­ter und das An­griffs­spiel lief un­ter der Re­gie von Alex­an­der Pötzsch, der den stu­di­en­be­dingt feh­len­den Ni­k­las Groß auf der Zu­spiel­po­si­ti­on ver­trat, va­ria­bel ab. Gast­ge­ber ART ge­lang es nur sel­ten, den Spiel­fluss der Gäs­te ef­fek­tiv zu brem­sen. Hau ver­schaff­te sich ein knap­pe Füh­rung und wie in den meis­ten Sät­zen der ver­gan­ge­nen Sai­son steu­er­te auch die­ses Mal der Satz auf ein pa­cken­des En­de zu. Bei 22:22 hat­te Hau sei­nen knap­pen Vor­sprung ver­lo­ren und ging zur Aus­zeit an die Sei­ten­li­nie. Neue Kon­zen­tra­ti­on wur­de auf­ge­baut und da­nach dann der Auf­takt­durch­gang mit 25:23 zur 1:0-Füh­rung ins Ziel ge­bracht.

Nach ei­nem wei­te­ren Du­ell auf Au­gen­hö­he sah es an­fangs von Satz zwei nicht mehr aus. Schnell lag Hau 3:7 hin­ten, fing sich dann je­doch nach ei­ner Aus­zeit wie­der. Bei 14:14 war der Rück­stand auf­ge­holt und war ver­meint­lich wie­der ein gleich­wer­ti­ger Geg­ner der Düs­sel­dor­fer Sechs. Doch ei­ne schwa­che Pha­se in Haus An­nah­me ver­bun­den mit in­ef­fek­ti­ven An­grif­fen be­en­de­te die­ses Sze­na­rio schnell.
 
Hau ge­riet 15:19 ins Hin­ter­tref­fen, kam nicht mehr zu­rück und muss­te Satz zwei zum 1:1 mit 19:25 quit­tie­ren. „Was dann im drit­ten Satz pas­sier­te, ist schnell er­zählt“, be­fand Rein­ders zu Haus kla­ren 14:25 im vor­letz­ten Durch­gang der Par­tie. Ein ums an­de­re Mal wa­ckel­te die An­nah­me be­denk­lich. Zwi­schen­sta­tio­nen von 4:10 und 10:18 mach­ten das deut­lich und die­ses Ne­ga­tiv­se­rie droh­te sich an­fangs des Schluss­durch­gangs wei­ter fort­zu­set­zen.
 
Die Lan­des­haupt­städ­ter zo­gen auf 9:4 weg, leis­te­ten sich selbst schwä­che­re Sze­nen, von de­nen Hau pro­fi­tier­te. So be­güns­tigt nahm das Spiel der Mo­er­kerk-Sechs zu­se­hends mehr Fahrt auf und von 13:12 bis 20:19 hat­te Hau knapp die Füh­rungs­rol­le im Satz in­ne. Ei­ne un­glück­li­che Schieds­rich­ter­ent­schei­dung warf das SVB-Team dann aus der Bahn. Mehr­fach kam da­nach die An­nah­me nicht prä­zi­se und Haus An­grif­fen fehl­te die Durch­schlags­kraft. Düs­sel­dorf dreh­te den Satz so noch mit 25:20 zum 3:1 und Rein­ders klag­te: „Es hät­te ei­nen Tie-Break ge­ben kön­nen.“ Das ge­lang nicht und Hau reiht sich nach der zwei­ten Nie­der­la­ge in der un­te­ren Ta­bel­len­hälf­te der Li­ga ein.
 
SV Bed­burg-Hau: Pötzsch, Rein­ders, Bours, Sa­ba, Mo­er­kerk, Hol­ter­mann, Reetz, Heynen, Wil­ke