Bed­burg-Hau nach 1:0 chan­cen­los

VON FRITZ HOLT­MANN

Vol­ley­ball-Ver­bands­li­ga: SV Bed­burg-Hau – KT 43 Köln 1:3 (25:22, 18:25, 12:25, 16:25).

Die Heim­pre­mie­re be­gann für Haus Ver­bands­li­ga-Sechs, die vor Wo­chen­frist mit ei­nen 3:1-Er­folg über den AVC Köln in die neue Vol­ley­ball-Sai­son ge­star­tet war, viel ver­spre­chend. Die am ers­ten Spiel­tag eben­falls sieg­rei­chen Gäs­te vom KT Köln wur­den in der An­nah­me von den Haus­her­ren kalt er­wischt. Schnell la­gen die Dom­städ­ter 0:4 und 2:8 zu­rück und ver­such­ten dann in ei­ner Aus­zeit bei 2:10 Haus Sturm­lauf zu stop­pen.
 
Das ge­lang, weil sich in den fol­gen­den Ball­wech­seln dann die ers­ten Feh­ler ins Spiel der Gast­ge­ber ein­schli­chen. Bei 11:5-Füh­rung re­agier­te Haus Neu­zu­gang und Li­be­ro Mar­tin Heynen, der in Ver­tre­tung des feh­len­den Spie­ler­trai­ners To­bi­as Mo­er­kerk das Team coach­te. We­gen er­kenn­ba­rer Schwä­chen in Haus An­nah­me­rie­gel und im An­griff nahm Heynen ei­ne Aus­zeit, die oh­ne grö­ße­ren Ef­fekt blieb. Bei 15:13 war Haus Vor­sprung fast auf­ge­braucht. Erst nach gu­ten Auf­schlä­gen von Jan Hend­ricks und er­folg­rei­chen An­grif­fen von Tho­mas Hol­ter­mann und Jan Wil­ling war Hau bei 20:16 wie­der deut­li­cher vorn. Schluss­end­lich ge­lang es dann nach wie­der knap­pem Spiel­stand bei 22:21 Satz eins doch noch mit 25:22 zum 1:0 ins Ziel zu brin­gen.
 
In den wei­te­ren Sät­zen zeig­te sich dann im­mer mehr, dass die kalt er­wisch­te Köl­ner Sechs den Auf­takt­satz ge­braucht hat­te, um warm zu wer­den. An­nah­me und Ab­wehr der Gäs­te wur­den zu­se­hends si­che­rer. Kölns Auf­schlag­druck nahm zu und am Netz in Block und An­griff be­haup­te­ten die Dom­städ­ter im­mer öf­ter die Luft­ho­heit. Dem hat­te Gast­ge­ber Hau, des­sen Durch­schlags­kraft sich durch vor­ge­nom­me­ne Wech­sel auf der Zu­spiel­po­si­ti­on und im An­griff nicht er­höh­te, recht sel­ten gleich­wer­ti­ges ent­ge­gen zu set­zen.
 
Kölns Do­mi­nanz do­ku­men­tier­ten kla­re Füh­run­gen von 9:2 und 18:11 in Satz zwei und glei­cher­ma­ßen von 10:4 und 20:12 im drit­ten Durch­gang. Gut nach­voll­zieh­bar war der bei­na­he ver­zwei­fel­te Ruf aus Rei­hen der Haus­her­ren: „Lasst uns das ver­nünf­tig zu En­de spie­len!“ Da­her leis­te­te die SVB-Sechs nach dem de­sas­trö­sen 12:25 in Satz drei im Schluss­durch­gang auch wie­der mehr Wi­der­stand. Bis 8:8 blieb man Köln auf den Fer­sen. Dann war ein ums an­de­re Mal wie­der End­sta­ti­on für Haus An­grif­fe im Block der Dom­städ­ter und mit Kölns 13:8-Füh­rung ei­ne von den letz­ten Wei­chen zu Haus kla­rer Heim­nie­der­la­ge ge­stellt.
 
Nach dem 16:25 zum 1:3 ur­teil­te Heynen: „Lei­der ha­ben wir den Schwung aus dem ers­ten nicht in Satz zwei mit­neh­men kön­nen.“ Und An­grei­fer Ste­phan Rein­ders räum­te ein: „Uns fehl­ten nach­her die Mit­tel, um Köln in Ver­le­gen­heit zu brin­gen. Un­ser 1:3 geht in Ord­nung.“
 
SV Bed­burg-Hau: Groß, Wil­ke, Sa­ba, Hol­ter­mann, Hend­ricks, Rein­ders, Reetz, Wil­ling, Poetzsch, Heynen